Tag Archive for: Community Framework

A Digital Product Transformation Framework

13 Mai
13. Mai 2014

Digital product transformation is one of the biggest challenges for any company with a Web related business model. No matter how established and successful a company and its digital products and services are, it is crucial to implement rethinking as part of the daily routine. Transformation is based on radical innovations followed by a disruptive change of the company’s business model or/and product portfolio. In some cases product transformation of one company is causing a game change for a whole industry. A framework for digital product transformation can support companies to understand, organize and monitor the individual internal requirements for a continuous process of radical product innovation.

The framework includes:

  • 4 influencing trends (social, mobile, analytics, cloud)
  • 2 enablers (team, technology)
  • Attributes and principles related to an enabler
  • 4 influencing variables (people, process, network, knowledge)
  • 1 external frame (market), 1 internal frame (company culture)

The four most important trends that influence the digital business ecosystem are social, mobile, analytics and cloud (SMAC, source: PwC). Driven by a user-centric vision the core elements and principles of digital product transformation are related to the enabler “Team” and/or the enabler “Technology”.

User integration, agility, collaboration and cross-functionality are attributes of the enabler “Team”. Transparency and bi-values are principles related to the team. Bi-values underlines that values should be always related to the company and the user. User integration can create a bi-value as it is fun for the user and the chance for a more valuable product or service on one side.  Important market research and the chance for a better marketable product or service are values for a company on the other site. There are many examples for successful user integration via online communities such as mystarbucksidea from Starbucks that includes more than 200.000 discussed and voted user ideas – many of those with a bi-value.

The attributes for the enabler “Technology” are an open architecture, modularity, multi-platform and a focus on UX. Iterative thinking is a principle related to the enabler “Technology”, while openness is a principle related to both, technology and team

Influencing variables within the company are the (1) involved people, the (2) disposable knowledge, the (3) established and used processes and the (4) network inside and outside the company (source: TMCnet). The general frame is set by the market (external: e.g. competition, market phase) and the company culture (internal).

Anwendungsszenarien von Online-Communities für Unternehmen

10 Feb
10. Februar 2013

Online-Communities bieten für Unternehmen unterschiedlichste Einsatzmöglichkeiten und Anwendungsszenarien, abhängig von der Perspektive und den Zielen des Unternehmens. So lässt sich die Sichtweise in eine technologische, eine geschäftliche, eine e-Commerce-, eine Marketing-, eine soziologische, eine ökonomische und eine Lern-Perspektive unterteilen (Gupta/Kim, 2004). Vor allem bei produkt- und markenbezogenen Online-Communities ist für Unternehmen oftmals die ökonomische Perspektive die wesentlichste.

Die Abbildung zeigt eine Übersicht über verschiedene Nutzungsszenarien von Online-Communities in Abhängigkeit vom Primärziel. Dabei können Unternehmen sowohl selbst Betreiber sein als auch externe privat betriebene oder sogar externe kommerziell betriebene Online-Communities nutzen. Die Entscheidung, ob ein Unternehmen eine Online-Community selbst betreiben sollte oder nicht, hängt auch stark von den eigenen Zielen ab. So sind spezifische (1) Umsatzziele wie ein direkter Verkauf von Community Leistungen oder der Verkauf von Werbeplatzierungen in der Online-Community nur über eine eigenes Betreiben zu realisieren. Insgesamt können sämtliche primären Ziele allerdings auch über externe Online-Communities verfolgt werden. Einige Online-Communities stellen für diesen Zweck Hilfsmittel, wie Applikationen oder Schnittsellen („APIs“), zur Verfügung oder bieten sogar eine Plattform zum Verkauf von Zusatzleistungen an (App-Store Konzept).

In der Praxis findet sich meist eine Kombination aus verschiedenen Zielen für Unternehmen, deren Gewichtung sich im Verlauf der Nutzung und des Ausbaus der Online-Community bzw. der Zusammenarbeit mit einer externen Community verändern kann.

Für Unternehmen, die eine Innovation-Community aktiv nutzen wollen, stehen jene Szenarien im Vordergrund, die unter dem primären Ziel (4) Entwicklung und Integration zusammengefasst werden. Allerdings sind diese Szenarien zumindest partiell mit den Zielen (1), (3) und (5) verbunden.

Vgl. Janzik (2011), Motivanalyse zu Anwenderinnovationen, S.30ff

Zentrale Charakteristiken von Online-Communities

20 Jan
20. Januar 2013

In meine Analyse zahlreicher Online-Communities konnten acht zentrale Merkmale identifiziert werden, die eine virtuelle Gemeinschaft definieren und für den Fortbestand und die Weiterentwicklung elementare Bedeutung haben. Die grafische Abbildung setzt die Komponenten in Beziehung.

  1. Mitglieder

Als Zusammenschluss von Individuen bilden Mitglieder eine Interessensgemeinschaft und bestimmen die Inhalte, die Ausrichtung und im Wesentlichen die Weiterentwicklung der Community. Als Betreiber kommen die Mitglieder selber oder eine Organisation in Frage. Mitglieder stellen allerdings keine homogene Gruppe dar, sondern vereinen unterschiedlichste Typen von Mitgliedern.

  1. Virtueller Treffpunkt im Internet

Der Standort der Community ist virtuell. Die Treffen finden vorrangig im Internet statt, was aber reale Treffen nicht generell ausschließt.

  1. Gemeinsame Ziele und/oder Interessen

Die Mitglieder verfolgen gemeinsame Ziele und/oder haben gemeinsame Interessen. Es existieren daneben auch individuelle Bedürfnisse, die sich in soziale, psychologische und inhaltliche Bedürfnisse aufteilen lassen und die bei jedem Community Mitglied anders gewichtet sein können. Betreiber können gemeinsame Ziele mit den anderen Mitgliedern, aber auch abweichende Ziele verfolgen.

  1. Inhalte

Inhalte sind das zentrale Element einer Online-Community und stehen in Beziehung zum gemeinsamen Interesse der Mitglieder. Sie werden in Form von Informationen, Wissen und Medien von Mitgliedern innerhalb der Online-Community oftmals selbst generiert, regelmäßig ausgetauscht und bestimmen die thematische Ausrichtung. Dabei verfügt jedes Mitglied sowohl über individuelle Bedürfnisse als auch über individuelle Informationen, Wissen, Fähigkeiten und Meinungen. Durch einen kontinuierlichen Austauschprozess bilden alle Mitglieder, die sich beteiligen, gemeinsam einen Pool an Erfahrungen, Informationen und Wissen, der ständig wächst und von jedem einzelnen Mitglied genutzt werden kann.

  1. Kommunikation über technische Plattform im Internet

Die Kommunikation erfolgt auf elektronischem Weg über das Internet. Die Mitglieder benötigen dafür ein internetfähiges Zugangsgerät und eine Internetverbindung, mit der sie die Domain der Webseite erreichen können. Durch spezielle Software, die auf einem Server installiert ist, wird die Kommunikation und der Austausch von Inhalten ermöglicht. Beispiele für solche „soziale Software“ sind Instant Messaging, E-Mail, VoIP, Chat (Kommunikation) sowie Blogs, Foren und Bulletin Boards (Austausch). Welche Inhalte kommuniziert werden können, ist dabei stark von den vorhandenen Interaktionskanälen abhängig. Die Kanäle bestimmen gleichzeitig Intensität, Geschwindigkeit und Viralität der Verbreitung.

Für die Verbreitung und ungehinderte Kommunikation wird dabei zunehmend wichtiger, dass der Zugriff für mobile Geräte angepasst bzw. optimiert ist. Dies kann durch eine spezifische mobile Seite, mobile Apps für mobile Betriebssysteme oder sogenanntes „Responsive Design“ erfolgen.

  1. Regeln und Community Kultur

Verhaltensregeln, eine lose geschriebene oder ungeschriebene „Netiquette“, die in der Gemeinschaft akzeptiert und weitgehend befolgt werden, stellen die Basis für die Entwicklung einer Community Kultur dar. Dazu gehört das Prinzip der Reziprozität. Bestimmte Regeln und Rechtearchitekturen können auch technisch verankert sein, bspw. in Form von unterschiedlichen Administrationsrechten der Mitglieder.

Auch die Form des Zugangs ist Teil der Community Kultur. Im Web 2.0 haben sich vor allem nicht-geschlossene Online-Communities weit verbreitet,  d.h. die Anmeldung ist für jeden über das Internet möglich. Ob die Mitgliedschaft gebührenfrei ist, hängt vom Geschäftsmodell ab.

  1. Vertrauen der Mitglieder

 Vertrauen in die anderen Mitglieder, in die Einhaltung von Regeln und in eine Community Kultur ist die Basis für Austausch, Kommunikation, Kooperation und eine kontinuierliche Teilnahme. Ebenfalls, ist das Vertrauen der Mitglieder in die technische Plattform, vor allem in deren Sicherheit und Stabilität, ein entscheidender Faktor.

Gemeinsame Verhaltensregeln und Community Kultur, sowie eine Vertrauensbasis sind wichtige Grundlagen für eine starke Identifikation der Mitglieder mit der Online-Community.

  1. Geschäftsmodell

Geschäftsmodelle sind für Online-Community der Pfad zur Rentabilität. Nach Timmers (1998) werden internetbasierte Geschäftsmodelle als Wertschöpfungsarchitekturen für den Produkt-, Service- und Informationsfluss auf Grundlage von Online-Technologien bezeichnet. Es handelt sich um ein „Prozessmodell, das eine Geschäftsstrategie im Internet umsetzt“.

Das Geschäftsmodell in Online-Communities kann auf eine direkte Umsatzgenerierung, z.B. durch Mitgliederbeiträge, Transaktionsgebühren oder Platzierung von Werbung, oder indirekte Umsatzgenerierung, z.B. über thematische Nähe zu Produktshops von Unternehmen, abzielen. Viele privat betriebene, hobbybezogene Online-Communities sind nicht direkt auf ein bestimmtes Erlösmodell ausgerichtet, nutzen aber zur Deckung eines Teils der Betriebskosten einfache Formen der Werbeintegration wie Google AdWords. Hier steht das Hobby und der Spaß im Vordergrund, selbst sich wenn die Online-Community über Einnahmen nicht selbst finanziert.

Allerdings ist im Zuge der technischen Veränderungen im Web 2.0 mittlerweile zahlreiche kostenlose Open-Source Community Software (z.B. Oxwall, www.oxwall.org oder Elgg, www.elg.org) verfügbar und auch Hostingspace stellt keine große finanzielle Herausforderung mehr da. Daneben können außerdem eine Reihe kostenloser Community-Cloudlösungen genutzt werden, um eine eigene Online-Community zu gründen (www.yooco.de, www.mixxt.de, www.mypeopls.de, weitere Infos: www.squidoo.com/create-a-social-networking-site).

Abschließend möchte ich noch eine Definition für Online-Communities auf Basis der genannten zentralen Charakteristiken ableiten:

Eine Online-Community wird als ein Zusammenschluss von Individuen definiert, die ein gemeinsames Interesse und/oder Ziel teilen und sich regelmäßig virtuell mit Hilfe einer technischen Plattform im Internet treffen, um miteinander zu kommunizieren und Informationen auszutauschen.

Vgl. Janzik (2011), Motivanalyse zu Anwenderinnovationen, S.18ff

© Copyright - Acadessa - Imprint